Raccoone Records  //  D.I.Y.

 
Raccoone-Records

Releases


RR05

Schwach

s/t










 
Format:        7 Inch EP
Extras:         farbiges Vinyl, A4 Inlay
Partner:        Refuse Records


Rezensionen

Trust
Es ist schon beachtlich wie Hardcore, der rein musikalisch so auch schon Mitte bis Ende der Achtziger hätte eingespielt werden können, auch heute noch zu beeindrucken weiß, sofern er denn mit der nötigen Energie und der richtigen angepisste Grundeinstellung gespielt wird. Schwach aus Berlin sind ein exzellentes Beispiel für dieses Phänomen. Ihr erstes Tape liefert sechs kurze Songs mit teils deutschen, teils englischen Texten, die durchweg spitze sind. Bei „NSHC Enttarnen“ und „Pro Homo“ sprechen schon die Tiel Bände und machen klar, dass hier eine Band auf der richtigen Seite der Barrikade steht. Die anderen vier Songs sind eher persönlich gehalten und strotzen nicht eben vor Optimismus. Negative Youth Crew Hardcore oder so. Das Cover mit einem Panda, einer Schildkröte, einem Faultier und einem Koala, die Berlin kaputtmachen ist der Hammer und wer die Band mal live erlebt hat, ist ohnehin schon überzeugt. (jan tölva)


Pasazer
Są z Berlina, wcześniej wydali jedynie demo. W składzie najprawdopodobniej jakiś rodak. Nadają po niemiecku i o dziwo ma to. Przy pierwszym kontakcie narzecze sąsiadów nie razi. Przy kolejnych zyskuje coraz bardziej. Krótkie, drapieżne kawałki, kąśliwego youth hardcore z dobrze brzmiącą gitarą i dudniącą (mocną jak kowalskie młoty) perkusją robią zdecydowane dobre wrażenie. Utworów jest siedem. Obcowanie z nimi przypomina mi stary, dobry: MANIACS - jeden z nielicznych niemieckich zespołów jaki polubiłem w beztroskiej młodości. SCHWACH nie ma nic wspólnego z toporną staromodną punk rąbanką. Wbrew mimowolnym skojarzeniom z typowym deuchtspunkiem łączy ich jedynie język. Grają z dużym animuszem, odznaczają się świeżością a do tego są na wskroś współcześni. Dorzucają do tego, urozmaicone tempa, dosadne chórki, napastliwy wokal, oraz garść melodii. Na płycie dominuje to młodzieńcze, które z biegiem lat ulatuje i nie wraca więcej. To między innymi ten nietrwały pierwiastek sprawia, iż ten singiel jest fajny. Przyglądając się im uważniej można odnieść wrażenie, że mentalnie ta ekipa to mix: SxE, squatingu, socjalnej wrażliwości i świadomego antyfaszyzmu. Poważny ton zaangażowanych tekstów lekko rozwesela sympatyczna okładka ukazująca załogę zwierzaków squatujących budynek. Podobno to kontynuacja pomysłu z demo, na którym te same skubańce rozdupcały berlińskie zabytki. Po niemiecku SCHWACH znaczy; dlatego sięgając po singiel nie spodziewałem zupełnie niczego. Wygląda na to, że dałem się nabrać. Zaskakująco dobre (!) j.Ap (grudzień 2014)


Plastic Bomb
Wer End-80er-sXe-Hardcore eigentlich mag, zumindest in musikalischer Hinsicht, aber nichts mit so  Karate Kid mäßigen Selbstdisziplin-Texten oder dem scheinbar fast schon obligatorischen Sandkasten-Bachstabbing-Gejammer + Nonstop-Phrasendrescherei anfangen kann, kriegt hier genau das, was er braucht. Nämlich fachmännisch vorgetragenen Youthcrew-Hardcore mit deutschen Texten und ner leichten 8oer Deutschpunk-Kante, welche ihrerseits inhaltlich glücklicherweise weit über persönliche Ernährungs- und Trinkgewohnheiten etc. hinausgehen. Exemplarisch gibt es hier mal den meiner Meinung nach wirklich sehr gelungenen Songtext zu „Deutschland Du Opfer“:„SORTIERT IN GUT UND SCHLECHT. SORTIERT IN NÜTZLICH UND UNNÜTZLICH. DEIN PASS ENTSCHEIDET OB DU BLEIBST. GESCHLOSSENE GESELLSCHAFT DEUTSCHLAND DU OPFER. DIE GRENZEN SIND DICHT. DIE ZÄUNE SIND HOCH. DRITTSTAATENREGELUNG? NA DANN PROST. RECHT AUF ASYL . EINGETAUSCHT DURCH FRONTEX. NICHT VIEL GEBLIEBEN VON 1949. RESIDENZPFLICHT. ARBEITSVERBOT. LAGERLEBEN. DAS IST DER FUCKING DEUTSCHE SEGEN FÜR DIE FREIHEIT FÜR DAS LEBEN. RASISSMUS VON DER STRAßE FEGEN. FREEDOM OF MOVEMENT IS EVERYBODYS RIGHT. WE ARE HERE AND WE WILL FIGHT.“Zu den eigentlich schon ohnehin recht aussagekräftigen Texten gibt es außerdem noch sehr ausführliche Anmerkungen zu den jeweiligen Songs im beiliegenden Beiblatt. Hier mal als Beispiel der kleine historische Abriss zum Thema Asylrecht, welcher ebenfalls zum Song „Deutschland Du Opfer“ gehört:„Der Ursprung für das Recht auf Asyl in Deutschland ist datiert auf das Jahr 1949. In dem Jahr wurde dieses Recht im Grundgesetz (GG) festgelegt. Grund waren die Erfahrungen zu Zeiten des Nationalsozialismus, einhergehend mit dem Zweiten Weltkrieg, indem über 700.000 Deutsche Schutz in anderen Ländern suchten. Ab den 1970er Jahren erhöhte sich dann die Zahl der Asylsuchenden aufgrund von Krisen und internationalen Konflikten zunehmend. Wegen den steigenden Zahlen gab es verschiedene Gesetzesänderungen in der BRD. Die Asylverfahren wurden beschleunigt, es gab eine Verschärfung der Kriterien für die Aufnahme und die Visapflicht für bestimmte Staatsbürger_innen, wie beispielsweise für Menschen aus der Türkei, wurden eingeführt. Erstmalig seit 1949 wurde das Recht auf Asyl eingeschränkt. Ergänzend wurden zwischen 1980-1982 Maßnahmen eingeführt, die noch heute die Asylgesetzgebung prägen und in vielen Punkten den heutigen Widerstand der streikenden Refugees ausmachen: Arbeitsverbote, Unterbringung in Lagern und Residenzpflicht. In den folgenden Jahren gab es vermehrte Angriffe auf Flüchtlingsunterkünfte. Rostock-Lichtenhagen steht exemplarisch dafür. Nazis und Bürger_innen griffen im August 1992 mehrere Tage die Zentrale Aufnahmestelle für Asylbewerber_innen und ein Wohnheim für ehemalige vietnamesische Vertragsarbeiter_innen an. Von Rostock-Lichtenhagen „ging es schnellen Schrittes zum sogenannten Asylkompromiss (Kampagne: „Rassismus tötet!", 2013)." Am 26.05.1993 wurde im Bundestag gestützt von CDU/CSU, FDP und SPD die faktische Abschaffung des Artikels 16 GG verabschiedet, indem der für das GG völlig deplatzierte neue Artikel 16a GG eingeführt wurde, der eher einer Verwaltungsverordnung gleicht (vgl. ebd.). Im neuen Artikel, ist der Satz, dass politisch Verfolgte Asylrecht genießen, gekoppelt an bestimmte Bedingungen. Kernpunkt ist die Drittstaatenregelung, die besagt, dass Menschen sich nur noch auf das Recht auf Asyl berufen können, wenn sie nicht über einen sicheren Drittstaat eingereist sind. Da Deutschland umringt ist von so genannten sicheren Drittstaaten können Menschen also folgerichtig nur über den Flugverkehr oder über den Seeweg einreisen und sich auf das Recht auf Asyl berufen oder wenn sie im Besitz eines Visums sind. Wir sagen: Kein Mensch ist Illegal. Bleiberecht für alle! Destruccion al Frontex!“Auch zu allen anderen Texten der 6 Songs, die sich außerdem noch mit den Themen Polizeigewalt, Szenekritik und den Auswirkungen des neoliberalen Leistungsprinzips auf das Individuum beschäftigen, gibt es ausführliche und oder aussagekräftige Anmerkungen, selbige übrigens auch in englisch. Das für die Kollegen von SCHWACH Humor aber trotzdem durchaus kein Fremdwort ist, beweist der nicht ganz ernst gemeinte Song „BLN“.  Nicht nur in textlicher, sondern auch in musikalischer Hinsicht alles andere als schwach (zwar zugegeben ziemlich billig, konnte ich mir aber nicht verkneifen, dat mit dem schwach). Der Hardcore der Herren aus Berlin ist durchgängig angenehm flott, vergisst dabei aber nie auch die ein oder andere Melodie mitzunehmen und macht insgesamt einfach verdammt gut Wums! Schöne Scheibe, unterstützenswerte Band, mit sehr guten Texten zu wichtigen Themen!  (Refuse Records / Raccoone Records) -Basti-


OX
Die Tierchen kenne ich schon vom Cover des Demotapes: Faultier, Schildkröte, Koala- und Pandabär. Über ihnen steht: „Refugees Welcome“. SCHWACH aus Berlin spielen Youth-Crew-Hardcore mit politischen Texten und Wut im Bauch. Leider gehen die vier Jungs in den sechs Songs ihrer Debüt-7“ nicht ganz so heftig ab wie bei den Demotracks (seltsames Phänomen ...), „Deutschland du Opfer“ ist trotzdem eine Knallernummer. Andere Themen sind der neoliberale Scheiß oder das Hamburger „Gefahrengebiet“. Die spontane Begeisterung von Ricky Raccoone (das Waschbär-Label) kann ich da schon verstehen. Kommt auf transparent-pinkem Vinyl und mit ausführlichen Linernotes auf Deutsch und Englisch.
Ute Borchardt


Twsited Chords
Nach zahlreichen Shows, einer Tour und nem Demotape hier nun die erste Single der Berline Jungs von SCHWACH. Keineswegs schwaches Material oder halbgare Sachen. Hardcore-Punk im Stile von HIGHSCORE gemischt mit Deutschpunk der 80er! Grandé! Und das alles hochpolitisch und wütend, sehr gut gemacht!
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