Raccoone Records  //  D.I.Y.

 
Raccoone-Records

Releases


RR02

Mülheim Asozial

Cocktailbar Stammheim

Split








 
Format:        7 Inch EP
1. Auflage:   1000 Stück
2. Auflage:   300 Stück
Extras:          Downloadcode
Partner:        My Delight Records, Twisted Chords, Brohltalbahn Records


Rezensionen


Plastic Bomb
Woran erkennt man, dass eine Band es geschafft hat? Wenn die ersten sie wieder scheiße finden, weil „der Hype“ zu groß ist. Diese Sätze las ich dieser Tage irgendwo und fand sie recht treffend. (Den Urheber habe ich leider vergessen, sorry…) Zum Glück ist davon bei Konzerten der vier Bekloppten noch nix zu spüren und wir dürfen uns nach wie vor über zahlreiche auf die AZ-Bühnen der Republik purzelnde Punker freuen. Passend dazu hier also Nachschub unser aller Lieblings Studentenpunker aus Köln-Mülheim. Zwei neue (Über-)Hits und ein Cover der Cocktailbar Stammheim mit neuem Text. Herrlich! Aber genug der bierseligen Herrlichkeit, auf der Flip gibt es nämlich endlich mal wieder Nachschub der großartigen Cocktailbar Stammheim. Und es geht zunächst etwas ernster zur Sache, widmen sich Cocktailbar Stammheim doch treffend und direkt der aktuellen Pogromstimmung im Land. Danach ein Mülheim Asozial Cover mit, genau, neuem Text, und ein schicker Hit aus den Achtzigern. Na, wer kennt ihn noch? Ach ja: Pflichtkauf, ne?!!


Crazewire
„Von dem gesparten Geld durch mein Bier für Lau, kauf ich mir Tickets für die Bundesgartenschau.“ (aus „Bundesgartenschau“) Das erste Mal habe ich von Mülheim Asozial auf der Aftershow-Party des Angry Pop-Festivals gehört. Ich muss dazu sagen, dass meine Deutschpunk-Phase mittlerweile fast 15 Jahre zurückliegt, was ich erschreckend beim letzten Slime-Konzert im Zakk festgestellt habe. Denn damit konnte ich so gar nichts anfangen. Mit Mülheim Asozial hingegen schon. Denn Ihr Debüt „Familie und Beruf“ fand ich ziemlich gut. Vor allem diese charmante Ironie gefiel. Alles in allem aber immer noch nicht so gut, dass ich es kaufen müsste, aber nach dem dritten Bier? Geiles Ding. Das kleine Düsseldorfer Label Racoon Records veröffentlichte vor kurzem eine Split 7inch (kauft mehr Vinyl, Anm. d. Red.) der beiden Bands Mülheim Asozial und Cocktailbar Stammheim. Letztere Band war mir gänzlich unbekannt. Gemeinsam mit drei weiteren kleinen „Plattenfirmen“ wird mit dieser gelungenen 7inch die Düsseldorfer Punkrock-Fahne hochgehalten. Ist ja nicht so, als ob es hier nur noch den Deutschrock der Toten Hosen gäbe. Alles in allem also ein sehr löbliches Ding. Bei den heutigen Vinylpreisen ja auch keine Selbstverständlichkeit mehr. Und wenn dann auch noch Songs wie „Bundesgartenschau“ oder „Flingern bleibt dreckig“ herauskommen, kann man trotz der (gewollt?) schrottigen Produktion und einem, ich sag mal, wenig inspiriertem Songwriting nur von einer Kaufempfehlung sprechen. In diesem Sinne, „Ich will kein Beton, ich will lieber ein Fruchtbonbon.“ „Flingern bleibt dreckig und asozial. Komm mir nicht mit Oberkassel, Altstadt oder Düsseltal. Flingern bleibt dreckig und vor allem asozial.“ (aus „Flingern bleibt dreckig“)


Ugly Punk
Kommt mir vor, als hätten MÜLHEIM ASOZIAL erst gestern ihre Langspielplatte rausgebracht (es mag daran liegen, dass die Songs irgendwie zeitlos sind), schon folgt neues Material der Pöbel-Punker in Form einer Split 7Inch, die sie sich mit der COCKTAILBAR STAMMHEIM teilen. Mit jeweils 3 Songs empfehlen uns beide Combos Scheisse zu fressen und ich für meinen Teil hab auch schon richtig Appetit. MÜLHEIM ASOZIAL rotzen „Bundesgartenschau“, „S.C.F.T.“ und „Bullen raus“ raus. Unendlich dreckig, genau in dieser Reihenfolge und natürlich 150% Deutschpunk. Vor allem dat kölsche „Bundesgartenschau“ ragt als Überhit heraus und verdeutlicht, warum nicht nur einmal Vergleiche mit KNOCHENFABRIK gezogen wurden. Ist auf jeden Fall mehr KNOFA wie deren letzte „Grüne Haare 2.0“ EP, denn die war ja mehr CHEFDENKER, aber das steht auf einem ganz anderen Wisch. Das Pulver wurde mit der „Familie und Beruf“ LP jedenfalls nicht verschossen und es ist noch genügend Munition dieser durchgeknallten Bande vorhanden. „Jagd der deutschen Einheit“, „Flingern bleibt dreckig“ (wer sich auskennt, weiß dieses Cover zuzuordnen) und „Kein Beton“ stehen auf der anderen Seite dieser Split EP als Liedgut der COCKTAILBAR STAMMHEIM. Diese treten als Duo auf und bieten schrammeligen Punkrock, den man zur Beschreibung vielleicht ganz gut neben DACKELBLUT stellen könnte. Kann was und hebt den Punkgehalt in der Plattensammlung gewaltig an. Also, klauen, kaufen oder saugen – am besten klauen, das ist nämlich am meisten Punk. Spike


Fuze Magazine
Es war und ist ein heißer Trend: Jede zweite deutschsprachige Band in den letzten Jahren
wurde vorgestellt mit „Deutschpunk, aber mit Hirn und ohne Dosenbier“. Endlich gibt es wieder Bands, die das mit dem Bier gar nicht so übel finden und den Intellekt nicht als Vorwand zu benutzen, um sich von den stumpfen Deppen abzusetzen. Keine befindlichkeitsfixierten Traktate, sondern „Bullen raus, Bullen raus, Bullen raus“. „Fresst Scheiße“ ist genauso freundlich wie sein Titel. MÜLHEIM ASOZIAL krakeelen Geschichten vom Rand der Gesellschaft, „Joggingbuchse statt Künstlerschal / Flingern bleibt asozial“, tönen COCKTAILBAR STAMMHEIM. Und alles klingt so kaputt, dass es eine Freude ist.
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